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Und wie ich besonders in den letzten Tagen erfahren habe, auch noch vielen anderen Menschen. Zu Beginn der Reise hatte ich gar nicht die Absicht, mich so häufig mit dir zu beschäftigen. Es hat sich einfach so entwickelt. Disziplin und Durchhaltevermögen waren gefragt.

Jetzt ist die Reise zu Ende, wir sind zurück. Es wird deutsch gesprochen, rechts gefahren, Schwarzbrot gegessen und mit Euro bezahlt. Ich sitze jetzt nicht mehr an Bord der Amazone, sondern zu Hause im Wohnzimmer und versuche, die letzten zwei Tage in Worte zu fassen.

Wir sind gestern von so vielen Menschen so herzlich empfangen worden! Ob auf der Mole, der Schleuse oder dann im Wassersportverein Wulsdorf - überall fröhliche Gesichter, es wurde heftig gewunken und laut getutet. Es wurde eine richtig schöne Party mit allem Drum und Dran.

Sogar "selbstgemachte" Musik und ein kleines Feuerwerk waren dabei. An dieser Stelle möchten wir uns bei euch allen für diesen wunderschönen Empfang und die vielen tollen Geschenke bedanken! Dieser Tag wird uns unvergesslich bleiben, und dazu habt ihr auf ganz verschiedene Art und Weise beigetragen.

Wir müssen das jetzt alles erst mal "sacken lassen", diese vielen, vielen Eindrücke verarbeiten. Dass unsere Bilanz der letzten 14 Monate positiv ausfällt, überrascht wahrscheinlich niemanden.

Es war eine intensive, eine wunderschöne Zeit, eine andere Art zu leben. Ein bisschen müssen wir jetzt an unserer Eingewöhnung arbeiten: Wir sind gebeten worden, im nächsten Jahr in unseren Segelvereinen in Bremerhaven und Bremen Vorträge über unsere Reise zu halten.

Das wollen wir auch gerne tun. Daneben planen wir, über unsere Erlebnisse ein Buch zu schreiben. Wer über Termine informiert werden möchte, kann sich auf unserer Website registrieren oder gelegentlich ins B logbuch schauen. Macht's gut bis dahin und bleibt schön gesund!

Wir wurden sehr herzlich empfangen, und ein liebevoll gestaltetes Transparent war auch dabei. Die Kleine Gummiwurst hat sich bestimmt gefreut, dass auch sie dort benannt wurde:.

Es war schön, mit Dir unterwegs zu sein. Wir sehen uns aber schon bald wieder:. Haben wir in den letzten 14 Monaten eigentlich ein selbstbestimmtes oder ein fremdbestimmtes Leben geführt? Die Antwort ist eindeutig - natürlich selbstbestimmt, aber sowas von. Wobei wir mit den Elementen gelebt haben und diese ganz selbstverständlich "das Sagen" hatten. Es wäre doch mehr als töricht gewesen, sich mit den Elementen Wind, Wetter und Gezeiten messen zu wollen oder gar gegen sie zu agieren.

Dürfen wir wenigstens bestimmen, an welchem Tag wir gerne nach Hause kommen? Ja, das geht - aber bei der Uhrzeit ist es dann mit der Entscheidungsfreiheit schon wieder zu Ende. Wir wollen am Sonnabend, Kein Problem, sagt da die Tide.

Segelt einfach schon am Freitag auf Helgoland los, legt einen kurzen Zwischenstopp ein, dann könnt ihr am Sonnabend die letzte Seemeile ganz nach Belieben zurücklegen und zu jeder gewünschten Uhrzeit in Bremerhaven einlaufen. Gute Idee, wie wir fanden und haben heute Morgen kurz vor elf Uhr in Helgoland abgelegt. Mit einem Winken und einem "Kommt gut nach Hause! Wind war, wie vorhergesagt, nur wenig vorhanden, aber die Segel haben wir trotzdem gesetzt und den Motor mitlaufen lassen. Aber als wir heute den Leuchtturm Roter Sand am Horizont in der Wesermündung erblickten, wurde es mir ganz komisch ums Herz.

Ja, wir kommen jetzt nach Hause. Dies ist die Weser, die Heimat, die Reise steht kurz vor dem Ende. Sie liegen ebenfalls mit ihren Booten hier in der Marina und waren sowohl überrascht als auch erfreut, uns zu treffen. Und wir haben uns auch gefreut, so nett empfangen zu werden! Wenn alles gut läuft, werden wir dann gegen 17 Uhr im Wassersportverein Wulsdorf, Am Luneort 29, Bremerhaven, eintreffen.

Sonnenuntergang bei der Langen Anna: Auf Helgoland befindet sich mit 61,3 m die höchste Erhebung Pinnebergs. Wir haben den Gipfel gestürmt, und ich trage uns ins Gipfelbuch ein: Der Leuchtturm Roter Sand in der Wesermündung. So oft sind wir schon an ihm vorbei gesegelt, aber noch nie mit solchen Gefühlen: Ja, Herrn Ruge von der Nordsee-Zeitung habe ich regelrecht "zugetextet", bin ins Schwärmen geraten und war kaum zu bremsen.

Aber hat wohl nicht geschadet - er hat jedenfalls einen wunderbaren Artikel über unsere Reise verfasst. Dorthin, wo das Wasser ganz unglaublich blau, der Horizont besonders weit und die Wale sehr verschlafen sind. Aber Helgoland bietet mehr, viel mehr. Helgoland ragt ungefähr 70 Kilometer vom Festland entfernt 61 Meter hoch aus dem Meer.

In einer Sturmflutnacht im Jahr wurde die natürliche Verbindung zwischen Düne und Insel zerstört. Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und wirbt mit dem Werbeslogan "Helgoland ist inseliger". Die Geschichte der Insel ist wechselvoll und aufregend. Helgoland wurde belagert, war ab dänisch, ab britisch. In diesem Jahr jährt es sich zum Mal und wird im Rahmen einer Geschichts- und Kulturwoche gefeiert.

In beiden Weltkriegen war die Insel wichtiger Marinestützpunkt. Allen Angriffen und Sprengungen hat der ehemalige Flakturm als einziges Gebäude standgehalten. Er ist nach dem Krieg zum Leuchtturm umgebaut worden und schickt sein Leuchtfeuer über die Deutsche Bucht. Erst wurde die Insel an Deutschland zurückgegeben, und die Wiederbesiedlung konnte beginnen. Für Ornithologen ist Helgoland ein wahres Paradies. Am Lummenfelsen und an der Aade auf der Düne bauen sie ihre Teleobjektive auf, um die einzigartige Vogelwelt zu beobachten.

Die ersten Urlauber kamen auf die Insel, es waren etwa pro Jahr. In den letzten Jahren ist Helgoland zu einem Offshore-Stützpunkt für die Entwicklung der Windenergie geworden und hat sich damit einen neuen Wirtschaftszweig erschlossen.

Auf dem Gelände am Südhafen entstehen auf Die Versorgerschiffe laufen von hier aus die verschiedenen Windparks in der Nordsee an und bringen die Arbeitskräfte zu ihren windigen Arbeitsplätzen. Auf jeden Fall ist Helgoland eine Reise wert.

Ob es nun ein Tagesausflug ist oder mehr Zeit zur Verfügung steht, es wird einem mit Sicherheit nicht langweilig. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, sei es ein Besuch im Schwimmbad, im Aquarium, im Heimatmuseum oder die Teilnahme an einer Bunkerführung, um sich die weitverzweigten unterirdischen Bunkeranlagen anzusehen.

Auch ein Rundgang auf dem Oberland darf bei einem Helgolandbesuch nicht ausgelassen werden. Auf diesem knapp drei Kilometer langen Spaziergang kann man sich ordentlich den Wind um die Nase wehen und den Blick zum Horizont schweifen lassen. Dabei kommt man auch an Helgolands Wahrzeichen, der Langen Anna, vorbei. Hier ist vieles anders - zum Beispiel die Langsamkeit, die man hier entdeckt, wenn man sich einige Tage Erholung auf der Insel gönnt. Auch auf Helgoland gibt es die sogenannten Stolpersteine.

Er hatte gemeinsam mit anderen versucht, Helgoland an die Briten zu übergeben, um ein Bombardement der Insel zu verhindern und ist verraten worden:. Ganz schön etwas los auf Deutschlands einzigem Vogelfelsen. Hier sind es Basstölpel:. Obwohl fast zerstört, bekam der rund Jahre alte Stumpf wieder frische Triebe:. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was wir so alles erledigen müssen und wie schnell so ein Tag dann vorüber ist.

Es gab ein Wiedersehen mit Familie und Freunden, was besonders schön ist. Einiges ist zu organisieren, was auch mit unserem "Leben danach" zu tun hat. Und ein Interview habe ich heute gegeben.

Die Nordsee-Zeitung will über unsere Reise berichten. Der sympathische junge Reporter hat mit mir telefoniert. Über eine Stunde lang habe ich ihn "zugetextet" und die ganze Reise Revue passieren lassen. Vor unserer Abreise im letzten Jahr hatte er sich schon einmal mit uns unterhalten und einen schönen Artikel über unser Vorhaben geschrieben. Um überhaupt diesen Beitrag ins Netz stellen zu können, war mal wieder ein unglaublicher Aufwand vonnöten. Inzwischen ist aber alles eingerichtet, wir können im Internet surfen und vor allem unsere Mails beantworten.

Wenn wir in die Blogs unserer Segelkameraden schauen, die wir unterwegs kennengelernt haben zu finden unter den Links , sind die meisten Reisen schon zu Ende oder enden demnächst. Noch einmal durchatmen und Kräfte sammeln für den letzten Abschnitt. Die letzten Seemeilen, dann erwartet uns der Heimathafen. Wir werden ja sehen. In 29 Stunden haben wir die Seemeilen zurückgelegt und sind kurz nach 12 Uhr heute Mittag auf Helgoland angekommen.

Es war ein anstrengender Törn. Zwar konnten wir die meiste Zeit prima bei südlichem Wind segeln, aber sich eine Nacht um die Ohren zu schlagen, ist immer anstrengend. Es kamen uns viele Yachten entgegen, und der eine oder andere Rudergänger war leider mit den Ausweichregeln nicht vertraut. Ingo war auf der Hut, und so ist zum Glück nichts passiert.

Kurz vor dem Hafen hat uns dann die Wasserschutzpolizei sehr dicht passiert. Kurz vorher hatte ich mich gerade landfein gemacht, so durfte ich mich erneut umziehen.

Diese Unwägbarkeiten waren dann allerdings sehr schnell vergessen, als die Amazone ihren Bug in den Nordosthafen steckte. Freunde empfingen uns auf der Mole, auf vielen Booten wurde getutet und von überall wurde uns zugewunken!

So schön kann Ankommen sein! War das eine gelungene, wunderschöne Überraschung! Ein paar Tage werden wir auf unserer Lieblingsinsel noch verbringen und dann nach Hause segeln.

Wer gerne dabei sein möchte, wenn wir wieder in unserem Heimathafen einlaufen, ist herzlich eingeladen! Immer wieder schön - Sonnenuntergang auf See: Das Barometer ist wieder gestiegen und damit auch die Stimmung. Nicht nur bei uns an Bord, sondern in der Marina ganz allgemein. Nach den gruseligen, windigen Regentagen scheint heute endlich wieder die Sonne.

Das Leben findet wieder im Freien statt. Die Kuchenbude, die uns so schön vor Wind und Regen geschützt hat, verschwindet in der Backskiste, das Bimini wird wieder angebracht.

Viele Yachten haben die Marina heute verlassen, es ist hier ziemlich leer geworden. Da fällt es uns fast ein bisschen schwer, dem Herdentrieb zu widerstehen und bei unseren Plänen zu bleiben.

Morgen soll ja hier im Norden der Sommer stattfinden, das wollen wir nicht verpassen und aktiv dabei sein! Wir legen morgen früh ab und segeln in einem Rutsch nach Helgoland. Etwa Seemeilen liegen vor uns, ein letzter Törn über Nacht. Der Regen ist vorbei, der Spielplatz wieder gut besucht: Die Kutterflotte von Texel ist gut in Schuss.

Hier wird daran gearbeitet, dass das auch so bleibt: Texel, 10 Uhr, 14 Grad, Regen, windig - und die Frisur sitzt. Unter der dicken Pudelmütze hat keine Frisur eine Chance, Haarspray hin oder her. Kalt und ungemütlich ist es, zu jedem Spaziergang müssen wir uns aufraffen, geschickt die Lücken zwischen den Regenschauern nutzen.

Die vielen Kinder sind trotzdem guter Dinge und mit Eimer und Kescher unterwegs. Auf der Wiese gleich bei der Marina lassen einige Kinder ihren Drachen steigen. Das Beste draus machen, sich nicht grämen und es nehmen, wie es kommt.

Irgendwann ist das schlechte Wetter durchgezogen und die Sonne scheint wieder, ganz bestimmt. Zum Seehunde gucken wird auch bei schlechtem Wetter gefahren: Typisches Plattbodenschiff unter Segeln: Wie vorhergesagt, legte sich der Sturm im Laufe der Nacht, und am heutigen Morgen wehte nur noch ein laues Lüftchen. Nichts ist kaputt gegangen, Glück gehabt. Leider ist das nächste Tief schon in Sicht, ab Dienstag wird "Andreas" dafür sorgen, dass es ungemütlich und wenig sommerlich bleibt.

Die Wind- und Wetteraussichten bringen unsere Reisepläne ganz schön durcheinander. Wir hatten es uns so schön ausgemalt, verschiedene Inseln anzulaufen und Freunde mit ihren Booten zu treffen, die gerade dort ihren Urlaub verbringen. Mal sehen, wann wir weitersegeln können und ob das eine oder andere Treffen noch zustande kommt.

Aber so ist das nun einmal - wir können den schönsten Törnplan im Kopf haben, das Wetter bestimmt letztlich, was davon stattfindet und was nicht. Es gibt allerdings Schlimmeres, als einige Tage auf Texel auf passendes Wetter zu warten. In einer Scheune sind besondere Fundstücke vom Texeler Strand ausgestellt. Unglaublich, was so alles angeschwemmt wird. Eine Abteilung widmet sich Schuhen, und unter den unzähligen Badelatschen und Turnschuhen, die am Strand gefunden wurden, findet sich auch ein Skistiefel.

Es bedeutet aber nicht, dass hier eine Treppe zu benutzen ist, sondern dass sich hier eine Leiter für den Notfall befindet:. Auch eine "Amazone" war dabei:. Der Barograph hat eine zuvor noch nie dagewesene steile Abwärtskurve aufgezeichnet, was sehr Schlimmes ankündigt.

Wäre diese Kurve und die dramatische Windvorhersage nicht gewesen, hätte man heute Vormittag bei blauem Himmel und nur wenig Wind noch an einen sehr schönen Tag glauben können. Kurz nach 14 Uhr brach dann sehr plötzlich der Sturm los, 8 Beaufort, in Böen Von einer Minute zur anderen, ganz so, als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte, fing es an zu stürmen. Es pfiff und heulte in den Masten und Wanten, Fallen schlugen und klapperten, der Sturm drückte die Boote auf die Seite, die an den Leinen rissen.

Der Wind zerrte an den Fockschläuchen und Segelpersenningen, die im Wind knatterten. Es war ein ohrenbetäubender Lärm, wütendes Sturmgeheul, von kräftigem Regen begleitet.

Eine Demonstration von Macht und Gewalt, Naturgewalt. Auf den Stegen war alles auf den Beinen und gemeinsam wurden Boote abgehalten, Leinen belegt, weitere Fender aufgehängt. Jede helfende Hand war willkommen. Es war Glück im Unglück, dass der viele Wind bei Tageslicht und nicht in dunkler Nacht über uns hergefallen ist. Gut, dass die Amazone allein in einer Doppelbox liegt und nirgends an einem Fender scheuert.

Der Höhepunkt des Sturms war etwa gegen 17 Uhr erreicht. Die Böen verloren an Heftigkeit, es wehte "nur" noch mit etwa 7 Beaufort. Im Laufe der Nacht soll der Wind weiter abnehmen, aber es bleibt wohl weiterhin windig, regnerisch und kühl.

Gruselige Kurve auf dem Barographen von heute Morgen, 9 Uhr: Das hat die Kurve angekündigt: Sturm und Regen - die Amazone gegen Nach achtern ist die Aussicht auch nicht besser: Es geht wieder aufwärts, aufgenommen Was kommt denn da angebraust? Für einen Herbststurm ist es doch noch viel zu früh! Sturm aus Nordwest der Stärke neun mit Böen von zehn Beaufort haben wir noch nie erlebt und sind auch nicht scharf darauf. Unsere Reisepläne mussten wir ändern, wurden im Marinabüro vorstellig und haben erst mal für zwei weitere Tage das Liegegeld bezahlt.

So wird der Wind die Amazone nicht auf den Ausleger drücken, sondern sie davon fernhalten. Zusätzliche Leinen mit Ruckdämpfern haben wir auch ausgebracht. Als wir diese Vorbereitungen erledigt hatten, haben wir uns auf den Weg zur Fahrradvermietung, die hier am Hafen zu finden ist, gemacht. Wir sind quer über die Insel nach De Koog geradelt.

Seit mehr als einem Jahr haben wir auf keinem Fahrrad mehr gesessen, verlernt haben wir aber nichts. Hier mussten mehrere Gäste ihr Essen gegen räuberische Möwen verteidigen. Eine Möwe hat gleich die ganze Kunststoff-Schale, in der der Fisch und die Pommes Frites angerichtet waren, gestohlen. Kurzerhand nahm sie die Schale in den Schnabel und flog davon. Auch ein netter, sehr touristischer Ort.

Hier haben wir nach einem Jahr zum ersten Mal wieder eine deutsche Tageszeitung gekauft. Zurück an Bord hat Ingo das Bimini, unseren Sonnenschutz, abgebaut und die Cockpitpersenning, die sogenannte Kuchenbude, aufgebaut. Seit einem Jahr lag sie unbeachtet in der Backskiste, niemand hatte sie vermisst. Bei einem schönen Stück Kuchen haben wir sie auch gleich eingeweiht. Wenn es morgen stürmt und regnet, können wir prima darunter im Cockpit sitzen, Zeitung lesen und hoffen, dass sich das Wetter bald wieder bessert.

Die Tide hat uns heute wieder früh aus der Koje gejagt, und um 7. Bei herrlichem Sonnenschein und drei bis vier Beaufort westlichem Wind legten wir die 39 Seemeilen in sechs Stunden zurück. Die Marina ist wesentlich besser besucht, als im letzten Jahr bei unserem ersten Besuch. Jetzt ist Hochsaison, da ist das auch kein Wunder.

Einige Boxen waren aber noch frei, so dass wir keine Probleme hatten, einen Liegeplatz zu finden. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der Hafen weiter, so dass jetzt nur noch sehr wenige Plätze frei sind.

Es war ein ganz eigenartiges Gefühl, an der Insel entlang zu segeln und sich zu erinnern, im letzten Jahr in die entgegengesetzte Richtung gesegelt zu sein. Was wir damals noch alles vor uns hatten! Mit so vielen unterschiedlichen Hoffnungen, Erwartungen und Gefühlen im Gepäck waren wir gestartet. Sooo viele Monate hatten wir Zeit für unser Abenteuer, sooo weit entfernt schien der Tag der Rückkehr. Die Zeit ist verflogen, der Tag der Rückkehr in greifbare Nähe gerückt. Und was ist aus den Hoffnungen und Erwartungen geworden?

Sie wurden erfüllt, sogar mehr als das, sie wurden übertroffen. Ein Schuh auf diesem Foto zeigt sehr deutlich, dass wir in Holland sind: In den Hafen von Texel läuft gerade das Schiff ein, mit dem die Touristen zum Krabbenfischen fahren können: Da ist sie ja mal wieder, die kleine Ente!

Heute am Strand von Texel: Gestern hatten wir mit 83 Seemeilen einen relativ langen Törn und sind erst spät hier in Ijmuiden angekommen. Für heute haben wir uns überlegt, dass wir nicht gleich weitersegeln, sondern mit dem Bus einen Ausflug nach Amsterdam unternehmen.

Die Wind- und Wettervorhersage bleibt für uns in den nächsten Tagen günstig, so dass einem Besuch dieser wunderschönen Stadt nichts im Wege stand. Zweimal in der Stunde fährt der Linienbus hier in der Marina ab und ist etwa eine Stunde bis in die Innenstadt von Amsterdam unterwegs. Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, hat immerhin Die Stadt kann mit vielen Sehenswürdigkeiten, weltberühmten Museen und einem ebenso berühmten Rotlichtviertel aufwarten.

Die Grachten, die die Stadt durchziehen, geben ihr dieses besondere Flair. Aber nicht nur die Grachten ziehen die Touristen an. Der Handel unterliegt jedoch strengen staatlichen Auflagen und Kontrollen. An Minderjährige ist der Verkauf selbstverständlich verboten, pro Kunde darf nur eine Menge von fünf Gramm abgegeben werden, harte Drogen sind streng verboten, und nur ganz wenige Coffee Shops haben eine Lizenz zum Ausschank von Alkohol.

In einem Coffee Shop waren wir nicht, fanden uns aber plötzlich und unversehens im Rotlichtviertel wieder. Das Amsterdamer Rotlichtviertel ist eins der beliebtesten touristischen Ziele in Holland.

Und das nicht, um tatsächlich "aktiv" zu werden, sondern weil Mann und Frau sich hier ganz unverbindlich umschauen kann. Das Viertel liegt mitten im Zentrum der Stadt, nichts ist abgeriegelt oder gar schmuddelig. Die leicht bekleideten und hübschen Damen sitzen oder stehen Tag und Nacht in Schaufenstern und gehen ganz legal ihrem Gewerbe nach. Junge Frauen, die hier in den Kneipen ihren Junggesellinnen-Abschied feiern sind genauso anzutreffen, wie japanische Touristengruppen.

Vom Tourismusbüro werden auch Führungen durch das Viertel angeboten. Mit etwas Phantasie ähnelt es einem Schiff. Das Dach ist frei zugänglich und ein beliebter Treff- und Aussichtspunkt.

Bei Simone und Dirk auf der "Germane": Gestern Vormittag haben wir uns von Jan verabschiedet. Ein paar Tage war er zusammen mit Klaus auf der "Lubini", jetzt fährt er schon wieder zurück nach Deutschland.

Den verregneten Vormittag haben wir dazu genutzt, einiges am Computer zu erledigen, die Amazone aufzuräumen und "Klar Schiff" zu machen. Als dann am Nachmittag der Himmel aufriss, haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns Breskens mal ein bisschen anzusehen. Wir sind zum ersten Mal hier, vom Namen her kennen wir den Ort aber schon länger. Unser vorheriges Boot, eine Standfast 27, ist bei der ehemaligen Standfast-Werft hier in Breskens gebaut worden.

Und tatsächlich finden wir den verblassten Schriftzug "Standfast Jachtbouw" noch an der Halle, in der jetzt ein anderer Betrieb untergebracht ist. Wir spazieren noch durch den schönen, kleinen Ort, der den Wandel vom Fischerdorf zum Touristenort in den letzten Jahren durchgemacht hat. Wie wir einer Broschüre entnehmen, sind in den nächsten Jahren einige weitere Veränderungen geplant, um den Ort noch attraktiver zu machen. Viele Restaurants und ein kleines Einkaufszentrum gibt es aber heute schon.

Der Veranstaltungskalender verrät uns, dass im August das alljährliche Fischereifest gefeiert wird. Es stand dann noch ein zweiter Abschied an. Wir mussten uns von Klaus und der "Lubini" trennen. Die Amazone segelt weiter über Ijmuiden und verschiedene Nordsee-Inseln nach Hause, während die "Lubini" ab Vlissingen binnenwärts zu ihrem Heimathafen nach Lemmer fährt. In Jolly Harbour auf Antigua hatten wir uns kennen gelernt. Er kannte unser B logbuch und freute sich, dass die "Lubini" und die Amazone tatsächlich endlich einmal am selben Steg lagen.

Abschiede sind einfach fürchterlich und traurig, aber leider auch ebenso unausweichlich. Heute Morgen um kurz nach acht wollten wir ablegen, um nach Ijmuiden zu segeln.

Klaus hatte sich extra den Wecker gestellt, um dabei zu sein. Bei westlichem Wind von vier bis fünf Beaufort was sind wir für Glückspilze! Es klappt alles wunderbar, und als wir das Fahrwasser queren, haben wir freie Bahn. Die Amazone wurde übrigens in Ijmuiden bereits erwartet.

Auch einen Liegeplatz hatten sie schon für uns organisiert - wir liegen direkt neben ihrer "Germane". Nach 83 Seemeilen hatten wir gegen Mal wieder bestätigt sich, dass es die Begegnungen sind, die diese Reise so besonders machen. Hübsche Skulptur am Hafen in Breskens: Im Hafen von Breskens liegt dieser ehemalige Kutter.

Heute dient er als Fischladen und ist reich und phantasievoll dekoriert: Auch diese beiden Damen befinden sich auf dem ehemaligen Kutter: Ja, in Oostende hätten wir noch einen Tag bleiben und eine Menge unternehmen können. Teilweise führt die Strecke direkt an der Nordseeküste entlang, teilweise auch durch Dünenlandschaften. Eine Haltestelle befindet sich gleich hier am Yachthafen. Die "Kusttram" muss aber ohne uns fahren, da es uns schon wieder weiterzieht. Zum Abschied hat er uns hinterher gewunken und zu uns herübergerufen: Ich warte auf Euch!

Martin beim Abschied zu uns gesagt. Immer schön an der mit Betonklötzen gesäumten Küste entlang. Die Tide hatte uns eine nette Abfahrtszeit von Nach 4,5 Stunden hatten wir die 29 Seemeilen bei herrlichem Sonnenschein zurückgelegt.

Hat auch prima geklappt, wir bekamen einen Platz zugewiesen. Und welches Boot hat kurz nach uns drei Boxen weiter angegelegt? Klaus hat uns eingeladen, und so kamen wir noch in den ganz besonderen Genuss, fern der Heimat ein sonntägliches Ritual zu pflegen: Dass es eine Wiederholung von war, hat niemanden gestört.

Wir sind jetzt also in den Niederlanden, was bedeutet, dass wir in zwei Tagen drei Länder bereist haben. Gestern Morgen waren wir noch in Frankreich, gestern Abend in Belgien, und jetzt sind wir in Holland!

Die Gastlandflaggen unter unserer Saling wechselten sich fröhlich ab. Wobei die französische Flagge insgesamt am längsten und häufigsten dort geweht hat. Was hat es mit den Gastlandflaggen eigentlich auf sich? Flaggenführung auf Schiffen und Booten ist - wie fast alles im Leben - bestimmten Regeln unterworfen.

Bei Wikipedia ist es ergänzend so beschrieben: Es ist seemännischer Brauch, im Ausland auf der Steuerbordseite am Schiffsmast zu Ehren des Gastlandes dessen Nationalflagge zu setzen. Weiterhin soll mit dem Hissen der Gastlandflagge zum Ausdruck gebracht werden, dass man sich den Gesetzen des besuchten Landes unterordnet. Die Flagge sollte immer höher, mindestens jedoch so hoch wie die eigene Nationalflagge am Mast angebracht werden. Es wird immer nur eine Gastlandflagge zurzeit geführt.

Keine Regel ohne Ausnahme: Auf der letzten Fahrt einer Auslandsreise werden die Gastlandflaggen aller auf der Reise besuchten Länder in alphabetischer Reihenfolge gesetzt. Na, da wird es aber schön bunt flattern! Die niederländische Flagge war die erste, die wir vor 13 Monaten gesetzt haben.

Sie ist auch die letzte:. Nach den zwei arbeitsreichen Tagen in Dünkirchen wollten wir heute mal wieder segeln gehen.

Bei herrlichem Sonnenschein und drei bis vier Windstärken aus westlicher Richtung war es das reinste Vergnügen, dicht unter der Küste nach Oostende in Belgien zu segeln. Viele Segelboote waren unterwegs, kamen uns entgegen oder kreuzten unseren Kurs. Das aufgeräumte Bild, das auf dem Plotterdisplay zu sehen ist, stimmt nicht mehr mit der Realität überein. So konnten wir in den letzten Monaten immer schön am Plotter ablesen, in welchem Abstand uns ein Boot passieren wird.

Bei fehlendem Signal müssen wir das jetzt wieder selbst abschätzen. Viele Kringel hat er in den Stadtplan gemalt - Lidl, Fischmarkt, gute Restaurants, kostenloser Fahrradverleih - alles ist vermerkt. Das Liegegeld beträgt 21 Euro, alles inklusive. Na ja, die neuen Sanitäranlagen haben wohl diesen Aufschlag notwendig gemacht. Gemeinsam mit Klaus und Jan, die mit der "Lubini" in der Box neben der Amazone liegen, haben wir einen Stadtbummel unternommen.

Von der Innenstadt waren wir ganz überrascht. Anderes Land, andere Gastlandflagge: Oostende hat einen neun Kilometer langen Sandstrand mit unzähligen hässlichen Hochhäusern: Kunst im öffentlichen Raum; im Hintergrund ein "eingezwängtes" Haus: Belgien, das Land der leckeren Pralinen: Als wir vor einem Jahr hier in der Marina in Dünkirchen waren, befand sich das Gebäude, in dem das Büro und die sanitären Anlagen untergebracht werden sollten, gerade im Bau.

Inzwischen ist alles fertiggestellt. Eine Waschmaschine und ein Trockner sind ebenfalls vorhanden. Auch die Bauarbeiten rund um das Marinagelände sind abgeschlossen. Schon interessant, die Veränderungen so zu erleben. Es standen einige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an.

So musste beim Bimini eine Naht nachgenäht werden. Heute konnten wir es wieder abholen und anbringen. Der Flugrost musste von den Edelstahlteilen entfernt werden, der Einbauwassertank musste gründlich gereinigt werden. Motorwartung bedeutet, dass es an Bord sehr ungemütlich wird und ich mich am besten an Land beschäftige.

Also habe ich mich mit einem Hackenporsche über die schöne neue Brücke auf den Weg zum Supermarkt gemacht. Eine nette Überraschung gab es dann auch noch. Die "Lubini" ist hier angekommen. Es ist schon fast drei Monate her, dass ich mich gemeldet habe.

Drei aufregende, anstrengende und bunte Monate waren das. Habe mal wieder recht gehabt. Erst haben die beiden unglaublich viel eingekauft, weitere Dieselkanister kamen an Bord, alles mögliche wurde kontrolliert, geputzt und gewaschen. Kurzum, es herrschte sehr geschäftiges Treiben bei uns.

Das war eine merkwürdige Stimmung bei den beiden. Hätte nur noch gefehlt, dass einer angefangen hätte zu heulen. Einige Tage waren wir schon ganz gut unterwegs, als sich uns plötzlich mitten auf dem weiten Meer ein Hindernis in den Weg gelegt hatte. Ich hatte gerade so ein bisschen vor mich hin gedöst und schon an den nächsten Ankerplatz gedacht, wo ich mich ausruhen und einige meiner neuen Bekannten treffen würde. Da taucht doch so mir nichts dir nichts ein riesiger Wal vor mir auf!

Liegt der da faul und unbeweglich genau auf meinem Kurs! Zum Glück kam gerade eine Welle, die mich fast über ihn weggehoben hat. Ganz habe ich es aber nicht geschafft und ihn mit meinem Ruderblatt erwischt. Ist nochmal gutgegangen, aber der Schreck ist mir ganz schön in die Spanten gefahren. Und wie der mich angestarrt hat! Na ja, vielleicht hat er auch gerade gedöst und sich erschreckt.

Einige meiner Kumpel waren schon da, das gab vielleicht ein Hallo! Ein Rufen und Winken war das, herrlich! Ein paar schöne Tage in netter Gesellschaft hatten wir da. Das Wasser war aber schon nicht mehr so schön warm und türkis. Nach ein paar Tagen ging es auch schon wieder los. Wir kamen ganz gut voran. Manchmal, wenn der Wind fehlte, musste der Volvo ein bisschen mithelfen.

Aber das Schlimmste war, dass es immer kälter wurde. Nicht eisig kalt, aber eben nicht mehr so schön warm, wie ich es in den letzten Monaten gewohnt war. Irgendwann hatten wir es geschafft und diese Inseln erreicht, die mitten im Atlantik liegen. Ach ja, die Azoren. Allmählich hätte es mit den langen Strecken auch mal gut sein können. Aber nein, die nächste Etappe war auch noch mal sehr, sehr lang - und anstrengend. Manchmal nur wenig oder gar kein Wind, und der Volvo musste sich dann voll reinhängen.

Brumm, rappel, vibrier, nerv. Irgendwann war es tatsächlich geschafft. In einer Bucht haben wir an einer Mooringboje festgemacht.

Hier gab es auch nur eine kurze Verschnaufpause, es ging fröhlich weiter von Hafen zu Hafen. Aber nur noch kurze Strecken. Immer schön gemütlich an der Küste lang. Das ist aber auch nicht langweilig. Gestern zum Beispiel ging es über den Ärmelkanal, wie ein gehetzter Hase zwischen den ganz dicken Pötten durch.

Immer schön mit viel Abstand, aber trotzdem. So viel Verkehr bin ich gar nicht mehr gewohnt. Unsere schöne und lange Reise geht jetzt bald zu Ende. Noch sechs oder sieben Häfen, dann schwimme ich wieder im Weserwasser! Oh wie ich mich schon auf meine Box in Bremerhaven freue! Unterwegs zu sein ist ja ganz schön, aber nach langer Zeit nach Hause kommen ist mindestens genauso schön! Wind, Wetter und Tide bestimmen, wann und wohin wir segeln.

Und so ging es heute auch schon gleich weiter. Die Bedingungen waren günstig, um den Ärmelkanal zu überqueren und nach Frankreich zu fahren. Es stand also ein anspruchsvoller Törn auf dem Programm. Die besagen zum Beispiel, dass die in den Seekarten verzeichneten Fahrwasser im rechten Winkel zu passieren sind.

Es war wie erwartet einiger Schiffsverkehr, mit dem wir aber gut klar gekommen sind. Ein freundliches Besatzungsmitglied eines Frachters hat uns sogar angefunkt und uns erklärt, dass er seinen Kurs ändern will und auf welcher Seite er uns passieren wird. War es schon regnerisch und diesig, so zog im Laufe des Vormittags auch noch Nebel auf. Trotzdem fand ich es unheimlich, als sich die Umrisse des Containerriesen vor unserem Bug aus dem undurchdringlichen Nebel schälten.

Fast genauso schnell, wie der Nebel aufgezogen war, verschwand er etwa eine Stunde später wieder und es klarte auf. Mit Recht können die Segler, die in diesem Gebiet segeln, sagen: Gegen Mittag hatten wir es geschafft, den Kanal gequert und segelten nun parallel zur französischen Küste.

Da waren wir doch schon einmal im letzten Jahr! Ganz genau - wir haben also heute unseren Kurs gekreuzt und damit die Atlantikrunde abgeschlossen! So stellt sich das Verkehrsgeschehen auf unserem Plotterdisplay dar. Die Dreiecke sind die Schiffe mit der Vorauslinie, die anzeigt, wo sie sich in zehn Minuten befinden werden, sofern sie Kurs und Geschwindigkeit beibehalten:.

Heute bot sich bei der Ankunft auf europäischem Festland dieses Bild:. Ganz pünktlich um sechs Uhr legten wir in Brighton mit dem Ziel Dover ab. Gestern hatten wir schon das Liegegeld abgerechnet. Ebenfalls gestern haben wir uns schon von Klaus von der "Lubini" verabschiedet. Unsere Wege trennen sich vorerst, wir hoffen aber sehr, dass wir uns in der nächsten Woche noch einmal wiedersehen.

In der Nacht hat der Wind abgeflaut und bei vier bis fünf Beaufort raumem und später achterlichem Wind sind wir mit dem Tidenstrom flott unterwegs. Der Himmel ist bedeckt, zeitweise nieselt es, und wir sind in unserem Ölzeug wasserfest verpackt.

Später klart es noch auf, doch richtig schönes Segelwetter sieht anders aus. Die Amazone legt die 65 Seemeilen in genau neun Stunden zurück und kommt dabei auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über sieben Knoten! Die solide Lady ist nun wirklich keine Rennziege, aber heute hat sie mal wieder Yachten hinter sich gelassen, die eigentlich schneller segeln müssten als sie. Vielleicht ist sie auch einfach nur gut im Training, nach den vielen Marathontörns, die sie bewältigt hat? Oder sie riecht schon den Stall und galoppiert der Heimat entgegen?

Seit heute befinden wir uns wieder auf der östlichen und nicht mehr auf der westlichen Halbkugel. Uns wird die Einfahrt erlaubt, und wir melden uns als nächstes per Funk bei der Dover Marina an und bekommen einen Liegeplatz zugewiesen.

Der Eintritt würde für einen Erwachsenen umgerechnet 30 Euro betragen, es ist aber kein Einlass mehr, da die Öffnungszeit bald beendet ist. Zack, 60 Euro gespart! Sie hat wahrlich schon bessere Tage gesehen:. Gestern und heute war es in Brighton kalt, windig und regnerisch, also richtig ungemütlich. Der kalte Wind pfiff mit bis zu acht Windstärken über den Hafen, die Gischt sprühte eindrucksvoll über die Mole.

Trotz des miesen Wetters haben wir uns gestern aber zu einem Ausflug aufgerafft. Mit dem Doppeldeckerbus fuhren wir direkt von der Marina nach Brighton in die Innenstadt.

Haben wir in der Vergangenheit schon oft Städte besucht, die an einem Sonntag wie ausgestorben wirkten, war das in Brighton ganz anders. Die Geschäfte waren geöffnet, es wurde gekauft, was das Zeug hält oder der Geldbeutel hergibt.

Wobei uns das Viertel mit den vielen Juwelierläden besonders gut gefiel. Diese eröffnete Seebrücke ist wirklich beeindruckend. Für morgen ist eine Wetterbesserung vorhergesagt, so dass wir unsere Rückreise gen Osten fortsetzen können. Beim Kauf dieses Tees spendet man auch gleich für die britischen Seenotretter. Cowes haben wir ein bisschen kennengelernt, sind einige Male mit der urigen Ketten-Fähre über den River Medina übergesetzt und haben die ganz besondere Atmosphäre in dieser Stadt, in der sich alles ums Segeln dreht, genossen.

Heute soll es nun weiter gen Osten gehen, Brighton ist unser nächstes Ziel. Kurz nach 12 Uhr legen wir ab, verlassen die Marina und finden uns auch schon im Gewusel der vielen Boote und Fähren auf dem River Medina wieder. Es sind vier bis fünf Windstärken mit Böen der Stärke 7 aus westlicher Richtung vorhergesagt. Wir rollen die Genua aus und ziehen Richtung Osten dahin. Der Seegang ist ganz ordentlich, und wir sind froh, dass wir vor dem Wind segeln und nicht gegen Wind und Wellen segeln müssen.

Eine Verkleinerung der Segelfläche bringt etwas Ruhe ins Boot, aber die Schaukelei ist dennoch beachtlich. Auch die "Lubini" hat sich auf den Weg nach Brighton gemacht. Per UKW-Funk hatten wir unterwegs schon nach Liegeplätzen für die "Lubini" und die Amazone gefragt, und so können wir gleich in die entsprechende Box fahren.

Wildes Wasser bei der Hafeneinfahrt der Marina Brighton: Es gibt Souvenirs, die auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen sind. Die im Netz unter dem Solarpanel fröhlich schaukelnde Kokusnuss aus Tobago gehört dazu.

Und wenn man in Cowes gewesen ist, muss der Segler sich einfach eine rote "Cowes-Hose" mitbringen. Diese bordeauxrote Canvas-Hose trugen die Teilnehmer des America's Cup, der bekanntesten und ältesten heute noch ausgetragenen Segelregatta. Die Kokusnuss zu bekommen und die Bermuda Shorts zu kaufen war vergleichsweise einfach. Doch eine "Cowes-Hose" zu erwerben, erwies sich als langwieriges und schwieriges Unterfangen.

In dem Traditionsgeschäft von in Cowes waren die roten Hosen gerade ausverkauft. So einfach wollte Ingo es sich aber nicht machen. Und so fuhren wir heute nach Portsmouth und klapperten noch einige Läden ab.

Wir hatten es schon fast aufgegeben, als wir doch noch fündig wurden und der Skipper zu einer schönen "Cowes-Hose" kam. Um nach Portsmouth zu kommen, mussten wir den Bus nach Ryde nehmen, um von dort mit der Fähre hinüber nach Portsmouth zu fahren.

Es entstand eine Shopping-Mall sowie der m hohe Spinnaker Tower, der vor zehn Jahren eröffnet wurde. Nachdem wir ein wenig durch die quirlige Stadt geschlendert waren, haben wir den Spinnaker Tower besucht und bei strahlendem Sonnenschein in Metern Höhe die überwältigende Aussicht über die Stadt, den Fluss und den Solent genossen. Auch mit einem Luftkissenboot kann man von Ryde nach Portsmouth hinüber fahren: Auch auf der Isle of Wight gibt es Palmen: In Portsmouth, in der Nähe der Shopping Mall: Es gibt Orte, die auf Seglerinnen und Segler eine geradezu magische Anziehungskraft ausüben.

Da möchte man mal mit dem eigenen Boot gewesen sein. Im Westen findet man die Needles, jene drei Felsen, die nebeneinander aufgereiht der See trotzen. Die heutige Aufgabe lautete also in etwa so: Wann müssen sie in Weymouth starten, um wohlbehalten in Cowes anzukommen?

Start in Weymouth um 5. Dann galt es die Theorie in die Praxis umzusetzen: Es war Westwind der Stärke fünf Beaufort, in Böen sieben, vorhergesagt. Wir segeln ja nach Osten, also kein Problem. Kleine Fock setzen und ab geht die Post.

Unser Kurs führt durch ein militärisches Sperrgebiet, in dem zu bestimmten Zeiten zu Übungszwecken scharf geschossen wird. Da wollen wir pünktlich durch sein, was uns auch gelungen ist. An der Landspitze St. Der Wind pfiff ganz ordentlich und als wir gegen Die See brodelte, schäumte und unglaublich hohe Wellenberge türmten sich hinter unserem Heck auf.

Die Amazone hat sich davon nicht beeindrucken lassen und ist mit unglaublichen zehn Knoten Fahrt über Grund da durch marschiert. Seit dem späten Seit findet alljährlich die berühmte Cowes Week Regatta statt. In jedem Jahr werden hier 1. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass uns heute bei unserer Ankunft in Cowes viele Yachten begegnen, die um die Wette segeln.

Die 49 Seemeilen haben wir in acht Stunden zurückgelegt. Einen ersten Ausflug in die Stadt Cowes haben wir auch schon unternommen und können feststellen, dass es uns hier gut gefällt. Ein sehr symbolträchtiges Foto: Im Netz liegt die Kokusnuss, die wir seit Tobago dabei haben; das Bimini ist gut verpackt, weil es als Sonnenschutz nicht benötigt wird; im Hintergrund sind die Needles zu erkennen - ganz klar, hier ist eine Yacht auf dem Nachhauseweg:.

Mit dieser Kanone werden Startsignale für Regatten gegeben. Die Kanone kann jederzeit abgefeuert werden - warnt das Schild:. Wir segeln an Englands Südküste von " Dartmouth hat uns sehr gut gefallen, aber da in der Darthaven Marina umgerechnet knapp 60 Euro für eine Übernachtung zu zahlen sind, wollten wir keine zweite Nacht bleiben.

Gestern war die Wind- und Wettervorhersage für den 53 Seemeilen langen Törn zum nächsten " Allerdings müssen wir ja den Tidenstrom beachten. Das bedeutet, anhand von Tabellen und einem Computerprogramm genau auszurechnen, wann wir welchen Punkt erreicht haben müssen. Auf diesem Törn müssen wir bei mitlaufendem Strom, der bis zu sechs Knoten erreichen kann, an der Landspitze Portland Bill sein, etwa sechs Seemeilen vor Weymouth.

Kurz vor 12 Uhr legten wir ab, um gegen 20 Uhr bei Portland Bill zu sein. Es ist alles gutgegangen, und bei Sonnenuntergang gegen Die "Lubini" war kurz vor uns angekommen und ankerte bereits in der ruhigen, geschützten Bucht vor dem Strand von Weymouth. Unser Anker fiel ganz in ihrer Nähe. Heute Morgen klingelte mal kein Wecker, die Tide war uns auch egal - wir verholten in den Hafen von Weymouth.

Wir liegen längsseits an einem langen Schwimmsteg und zahlen pro Tag umgerechnet 38,50 Euro inklusive Wasser und Duschen, Strom kostet extra! Die Liegeplatz-Preisgestaltung hier in Südengland will ich jetzt nicht weiter kommentieren. Die Stadt ist aber durchaus einen Besuch wert und hat sogar einen langen und prämierten Sandstrand. Aus einer Broschüre entnehmen wir, dass der Strand in Weymouth zu den zehn schönsten Stränden in Europa zählt. Nur am abgeteilten Hundestrand wird begeistert im Wasser geplantscht und der Ball zum Herrchen oder Frauchen zurückgebracht.

Den gestrigen Tag haben wir in Plymouth verbracht. Die Stadt als solche hätte uns nicht unbedingt bewogen, einen Tag zu bleiben, aber die Wind- und Wettervorhersage für unseren nächsten Törn gen Osten, nämlich nach Dartmouth, war ungünstig.

Für heute waren die Wetteraussichten günstig, wegen der frühen Tide klingelte der Wecker allerdings schon um 5. Alsbald klarte es auf und mit raumem Wind um die vier Beaufort ging es flott voran. Wir konnten ausreffen, die Sonne lachte vom Himmel und es hätte ein richtig schöner Törn werden können.

Hätte - wenn da nicht dieser unmögliche, konfuse Seegang gewesen wäre. Als dann auch noch der Wind etwas abflaute, war es eine schlimme Schaukelei.

Die Segel schlugen wie wild und zerrten am Rigg und an unseren Nerven. Hier stellten wir mal wieder fest, dass die Liegegelder in den Marinas sehr, sehr hoch sind. Umgerechnet 57 Euro kostet hier eine Übernachtung! Mal wieder ein neuer Negativ-Rekord! Da es morgen schon gleich weiter gehen soll, unternahmen wir noch einen Stadtbummel.

Mit einer kleinen Fähre fuhren wir auf die andere Flussseite und sahen uns in dem schönen Ort um. Es ist wirklich sehr nett hier, der Ort hat Charme und Atmosphäre. Da wartet "Mann" doch bestimmt gerne, bis die Gattin ihre Einkäufe erledigt hat Wir hatten ein paar schöne Tage in Falmouth.

Nun soll es heute weitergehen in das 40 Seemeilen entfernte Plymouth. Bevor wir ablegen können, muss natürlich noch das Liegegeld bezahlt werden.

Dafür müssen wir sehr tief in die Tasche greifen: Wasser, Strom und Duschen ist zwar inklusive, trotzdem ist ein tägliches Liegegeld von 47,20 Euro ein neuer Rekord. Alsbald klart es auf, und gegen Hier haben wir mehrere Marinas zur Auswahl, wollen aber möglichst nahe der Innenstadt liegen und entscheiden uns deshalb für die Queen Anne's Battery Marina. Zunächst erklärt uns der Hafenmeister, er habe leider keine Box für uns, der Hafen sei komplett belegt.

Als kurz nach uns die "Lubini" einläuft, fragt uns der Mitarbeiter, ob wir zusammengehören. Als wir die Frage bejahen, ändert sich die Liegeplatz-Verfügbarkeit schlagartig. Er bittet uns, am Tankstellenponton festzumachen und dort kurz auf ihn zu warten. Dann weist er der "Lubini" und uns je eine Box zu, wobei unser Liegeplatz leider nur für eine Nacht frei ist und wir morgen verholen müssen. Aber trotzdem sehr merkwürdig - für uns allein hatte er angeblich nichts frei, als die "Lubini" erschien, hatte er dann sogar zwei Boxen frei.

Auch diese Marina ist kein Schnäppchen. Den Rekord, den die Falmouth Marina gerade erst aufgestellt hat, bricht die Marina hier in Plymouth gleich wieder. Pro Tag sind hier umgerechnet sage und schreibe 52,90 Euro fällig. Sie sieht seegängig und solide, doch nicht klotzig oder gar behäbig aus. Gefällige Linien, breites Laufdeck, sehr "schiffig". Jedes Mal auf unserem Weg an Land kommen wir an diesem Boot vorbei. Im Internet haben wir dann nachgelesen, dass diese Boote in Falmouth gebaut worden sind, die Werft aber nicht mehr existiert.

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht: Wir sind nicht auf der Suche nach einem anderen Boot, gucken uns aber trotzdem gerne andere Boote an. Auf meinem Weg zum Einkaufen kam ich gestern daran vorbei und siehe da - hier werden Boote gebaut. Alle Infos zum Reisetipp. Reisetipp Strand Playa del Ingles. Bewertungen 17 Bilder Wetter Playa del Ingles. Hotelangebote in der Nähe. Hotelbewertung zum Bild lesen. Details zum Bild Details zum Bild.

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